Lagerkoller

Es ist soweit – wir haben ihn, den bei Seglern besonders beliebte Lagerkoller!

Auf unserem Rückweg, nur noch wenige Etappen von Arnis entfernt, kommen wir nicht oder sagen wir mal nur sehr schleppend weiter.

Zuerst mussten wir vier Tage in Bönnerup auf passendes Wetter warten. Jetzt ist Bönnerup nicht gerade ein Ort, der viel Abwechslung bietet. OK, du kannst am Hafengrill zwischen verschiedenen Hamburgern wählen und auch die Eissorten sind sehr zahlreich (und zugegebenermaßen alles superlecker und in Riesenportionen), aber das ist nicht gerade tagesfüllend (und figurschonend). Landschaftlich liegt Bönnerup aber sehr schön,  also wurde die Umgebung mit den Bromptons und auch bei einer sehr feuchten Wanderung erkundet. Sofern es das Wetter zuließ. Ansonsten spielte sich das Leben in unserer Kuchenbude ab (hier mal ein Hoch auf Meister Paulsen für das dolle Ding!), da saßen wir trocken und konnten den Regentropfen beim Fallen zu schauen…

Waren wir froh, als die Wettervorhersage nach vier Tagen Besserung versprach. Und tatsächlich konnten wir ablegen und bei recht ruhiger See und gutem Wetter den Weg bis Ebeltoft machen. Leider mussten wir den größten Teil der Strecke unseren Motor mitlaufen lassen, da wir teilweise einen Strom von bis zu zwei Knoten gegenan hatten und der Wind zu schwach war, um ohne Motor Strecke machen zu können. Und es waren nun mal gute 47 Seemeilen bis Ebeltoft…

Am Nachmittag des 1. Augusts legten wir dann im Jachthafen Ebeltoft an. Und nach kurzer Verschnaufpause besichtigten wir sogar noch die Fregatte Jylland. Die wollten wir unbedingt anschauen, da wir am nächsten Tag gleich weiter südwärts nach Hov wollten.

Zumindest sagte die Wettervorhersage, dass das gut machbar wäre. Der morgendliche Blick zum Himmel sagte auch „joaaa“, also ging es um 9 Uhr los. Mal wieder gegenan, aber wir wollten ja nur die 24 Seemeilen bis Hov. In der Bucht von Ebeltoft war alles noch soweit in Ordnung. Am Himmel waren zwar schon einige dicke Wolken auszumachen, aber die paar Seemeilen, das wird schon halten. Tat es aber leider nicht. Als wir um die „Ecke“ fuhren, den Leuchtturm Sletterhage Fyr voraus,  sahen wir nur noch eine dunkelgraue Wand vor uns. Und da mussten wir hin! Der Goggi rollte wie wild in den Wellen, der Wind blies uns frontal entgegen und dazu noch ein Regen als würde über uns ein Waschzuber ausgeleert. Alles in allem kein schönes Erlebnis! Was war nun die weiseste Entscheidung? Umkehren! Und das machten wir dann auch. Gute zwei Stunden später lagen wir wieder in Ebeltoft. Nass, frustriert, aber mit der Gewissheit, das richtige gemacht zu haben.

Und seither liegen wir nun hier, mittlerweile den vierten Tag (nach Wiederankunft). Und haben gefühlte 127 Regengüsse und mindestens genau so viele Starkwindphasen erlebt.

Im Glasmuseum

Nun gibt es in Ebeltoft mehr Sehenswertes als in Bönnerup. Der Ort ist wirklich nett, das Glasmuseum sehr sehenswert. Aber es reicht jetzt! Ich will hier weg! Ich will nach Arnis! Und ich will keine Wellen!

Ein Gedanke zu „Lagerkoller“

  1. salut, wir hoffen, dass wetter und wind nun günstig sind und ihr wohlgestimmt euer ziel erreicht. wir sind am koffer packen, es geht nach südfrankreich, da gab es große waldbrände in der nähe von unerem ferienhaus. wir hoffen, dass der schirmpinienwald bei st. tropez verschont geblieben ist.
    wir freuen uns mit euch im herbst in der pfalz zu wandern und das ein oder andere glas riesling zu probieren. haben kürzlich einen sehr leckeren riesling vom pechstein getrunken.
    liebe grüße aus der heimat von heike und gilles
    das t-shirt hat ja einen klasse aufdruck!

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